Palmenmotte
Paysandisia archon (Burmeister, 1880)
Beschreibung
Hauptmerkmale
Grosser Schmetterling
9–11 cm
Olivbraune Vorderflügel, orangefarbene Hinterflügel mit schwarzen und weissen Flecken
Weisslich, bis zu 8 cm lang; bohren Gänge ins Palmenherz
Chinesische Hanfpalme (Trachycarpus fortunei), Kanarische Dattelpalme (Phoenix canariensis), Europäische Zwergpalme (Chamaerops humilis), Blaue Hesperidenpalme (Brahea armata)
Falterflug von Mai bis September (Höhepunkt Juni–Juli), tagsüber in den wärmsten Stunden
Risiken und Verbreitung
- Absterben der Palmen — Die Larvengänge im Palmenherz unterbrechen die Nährstoffversorgung und führen zum Absterben der Pflanze.
- Landschaftsbild — Gefahr für den Zierpalmenbestand, der die Tessiner Landschaft und ihr touristisches Erscheinungsbild prägt.
- Ausbreitung — Rasche Ausbreitung in Gebieten mit mildem Klima, besonders im Locarnese und Luganese.
Prävention
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1
Palmen regelmässig auf Befallszeichen kontrollieren (Löcher, Bohrmehl, ungewöhnlich trockene Blätter)
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2
Neu gekaufte Palmen vor dem Einpflanzen kontrollieren
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3
Sichtungen ausgewachsener Tiere oder verdächtige Schäden der GL OAI (Arbeitsgruppe für invasive gebietsfremde Organismen) melden
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4
Bei stark befallenen Palmen: fällen, die ersten 60 cm in einem verschlossenen Sack verpacken und zur kantonalen Kehrichtverwertungsanlage transportieren
Unser Einsatz
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Diagnose Untersuchung der Palme auf Larven, Gänge und Schäden am Palmenherz.
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Vorbeugende Behandlung Experimentelle Ansätze (Nematoden Steinernema carpocapsae, Endotherapie, Pheromone) werden untersucht, sind in der Schweiz jedoch NICHT zugelassen. Die im Tessin anerkannte Vorgehensweise ist die rasche Fällung befallener Palmen mit kontrollierter Entsorgung.
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Schutz Netze gegen die Eiablage und Überwachung mit Pheromonfallen an den zu schützenden Palmen.
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