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Wanderratte

Rattus norvegicus

Wanderratte

Beschreibung

Die Wanderratte (Rattus norvegicus), auch als Kanalratte oder braune Ratte bekannt, ist das grösste der in unserer Umgebung als Kulturfolger lebenden Nagetiere. Ihr Körper kann bis zu 25 cm lang werden. Hinzu kommt ein unbehaarter Schwanz, der kürzer als Kopf und Rumpf zusammen ist (anders als bei der Hausratte, deren Schwanz länger als der Körper ist). Das Gewicht beträgt meist 400–600 g. Ihr raues Fell ist am Rücken graubraun und am Bauch heller; die Schnauze ist stumpf, die Ohren klein.

Sie lebt in hierarchisch organisierten Kolonien und gräbt ausgedehnte Baue in der Nähe von Kanalisationen, Kellern, Lagern sowie Orten mit Nahrung und Wasser. Als opportunistischer Allesfresser nutzt sie verschiedenste Nahrungsquellen, von städtischen Abfällen bis zu Vorräten.

Unter günstigen Bedingungen vermehrt sie sich ganzjährig: Die Tragzeit beträgt etwa 21 Tage, mit zahlreichen Jungen pro Wurf und mehreren Würfen pro Jahr. Diese hohe Vermehrungsrate macht ein rasches Eingreifen unerlässlich.

Hauptmerkmale

Grösse

Körper bis zu 25 cm; unbehaarter Schwanz kürzer als der Körper

Gewicht

400–600 g (bis zu 900 g)

Fell

Rau, graubraun; Bauch heller

Schwanz

Unbehaart, rosa oder bräunlich

Verhalten

Lebt in hierarchischen Kolonien; gräbt Baue

Fortpflanzung

Mehrere Würfe pro Jahr mit zahlreichen Jungen

Risiken und Verbreitung

Die Wanderratte gehört wegen ihrer gesundheitlichen Auswirkungen, der Gebäudeschäden und ihrer raschen Vermehrung zu den gefürchtetsten Schädlingen.

  • Öffentliche Gesundheit — Sie kann über Kot, Urin und Parasiten verschiedene Zoonosen übertragen, etwa Leptospirose (für die Nagetiere als Reservoir dienen und die in der Schweiz meldepflichtig ist) und Salmonellose.
  • Lebensmittelverunreinigung — Sie verschmutzt Lebensmittel und Oberflächen mit Kot, Urin und Haaren und macht Vorräte unbrauchbar.
  • Strukturschäden — Sie benagt Kabel, Leitungen und Dämmstoffe; ihre Gänge können Bodenbeläge und Fundamente beeinträchtigen.
  • Vermehrung — Kontinuierliche, starke Vermehrung: Ohne Bekämpfung wächst der Befall rasch.

Prävention

  1. 1

    Zugang zu Nahrung und Wasser unterbinden (geschlossene Behälter, sachgerechte Abfallentsorgung)

  2. 2

    Öffnungen, Abflüsse und Spalten abdichten, durch die Nagetiere gelangen können

  3. 3

    Keller, Lager und Aussenbereiche sauber und aufgeräumt halten

  4. 4

    Gebäudeumgebungen von gestapeltem Material freihalten

  5. 5

    Kanalisationen, Hohlräume und Technikräume regelmässig kontrollieren

Unser Einsatz

TIsistemo setzt einen integrierten Plan zur Rattenbekämpfung um, abgestimmt auf die Umgebung und das Ausmass des Befalls und unter Berücksichtigung der Sicherheit.

  • Besichtigung Ermittlung von Bauen, Laufwegen, Befallszeichen und Nahrungsquellen zur Planung des Einsatzes.
  • Absicherung Ausschlussmassnahmen und Umgebungssanierung zur Beseitigung von Zugängen, Verstecken und Nahrung.
  • Bekämpfung Fallen und Köder in Sicherheitsstationen entlang der Laufwege und an kritischen Stellen, ausser Reichweite von Personen und Nichtzieltieren.
  • Überwachung Geplante Kontrollen zur Bestätigung der Beseitigung und zur Vorbeugung eines erneuten Befalls.

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